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Häufige Fragen zum Thema Barfußschuhe

Du hast Fragen zum Thema Barfußschuhe? Damit bist Du vermutlich nicht allein. Denn einige Themen kommen immer wieder auf. Deswegen haben wir hier kurz die häufigsten Fragen zusammengefasst, die uns gestellt werden.

Deine Frage ist noch nicht beantwortet?  Schreib uns gerne eine Mail über das Kontaktformular, oder kontaktiere uns im Chat. Wir können Dir sicher weiterhelfen und finden eine Lösung. 

Grundlagen

Wenn du bisher noch keine Barfußschuhe hattest und auch sonst nicht allzu viel barfuß unterwegs bist (Zuhause zählt nicht!), solltest du den Umstieg auf Barfußschuhe langsam angehen. Beginne mit 30 Minuten und steigere die Zeit täglich. Längere Wanderungen, sportliche Aktivitäten oder langes Stehen z.B. auf der Arbeit solltest du anfänglich noch mit deinen bisherigen Schuhen ausführen – sonst kann es zu Überlastungsbeschwerden kommen. Fuß- und Zehenübungen können bei der Umstellung hilfreich sein. Die Füße werden ebenfalls trainiert, wenn du dich regelmäßig auf Naturböden (z.B. im Wald) bewegst.

Um die richtige Schuhgröße zu finden, sollten die Füße zuerst in Länge und Breite vermessen werden.
Sieh dir dazu unsere Anleitung an. Zu jedem Schuh findest du Maßtabellen. Dort kannst du die für dich jeweils passende Größe ablesen.

Abrollraum bezeichnet den Bereich vor den Zehen, der etwa 12mm betragen sollte. Deine Zehen strecken sich beim Gehen, sodass es wichtig ist, dass sie dafür genügend Platz haben. Werden die Zehen eingeengt, fehlt dem Fuß die Stabilität beim Gehen und es kann zu Fehlstellungen kommen. Ein Abrollraum von weniger als 10.2mm begünstigt einen Hallux Valgus!

Die Angabe von 12mm für den Abrollraum ist eine Empfehlung, da sich die Zehen beim Gehen strecken. Weniger als 10.2mm begünstigen einen Hallux Valgus. Allerdings ist es auch wichtig, sich wohlzufühlen. So tragen manche Menschen ihre Schuhe lieber mit 15 oder 17mm Abrollraum, und andere fühlen sich mit 10mm wohl.

Barfußschuhe sind komplett und haben weder eine Erhöhung unter der Ferse noch unter den Zehen. Dadurch steht der Fuß absolut eben auf dem Boden und kann seine natürliche Haltung einnehmen, was sich wiederum auf den ganzen Körper auswirkt.

Fakten über Barfußschuhe

Auch bei Barfußschuhen gibt es Modelle, die sich für Herbst, Winter und Regenwetter eignen. Diese Schuhe haben meistens eine Membran, manche Modelle zusätzlich versiegelte Nähte. Doch auch Schuhe, die keine Membran haben, kann man so imprägnieren, dass sie etwas wasserabweisend und einem leichten Regen standhalten. Für diesen Zweck bekommst du bei uns das Imprägnierspray für Stoffe und Leder von Nikwax

In Barfußschuhen wird das Gehen automatisch achtsamer. In herkömmlichen Schuhen entsteht bei vielen eine Gangart, bei der dir Ferse sehr steil auf dem Boden landet und die Schritte sehr groß sind. In Barfußschuhen sollte der Fuß eher flach auf der Ferse (auf dem natürlichen Fersenpolster) landen und über die Außenkante, die kleinen Zehen bis zum großen Zeh abrollen. Die Schritte werden dafür automatisch kleiner.

Wenn du das erste Mal Barfußschuhe trägst, kann der viele Platz im Schuh anfangs ungewohnt sein – besonders, wenn du vorher eher zu kleine oder sehr schmale und spitze Schuhe getragen hast. Gib deinen Füßen ein wenig Zeit, sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. Falls du ganz unsicher bist, kannst du uns natürlich kontaktieren.

Da Barfußschuhe eine breite Zehenbox haben, die der natürlichen Fußform entsprechen soll, wirken sie immer etwas breiter als konventionelle Schuhe. Die Breite ist zum einen nötig, da sich die Zehen beim Gehen auffächern. Fehlt der notwendige Platz für diese Bewegung, geht deinem Körper Stabilität verloren und Fehlstellungen wie Hallux Valgus können entstehen. Zum anderen hat ein gesunder Fuß eher eine V-Form – er wird nach vorne hin breiter.

Gesundheit

Solange du achtsam gehst und einen regelmäßigen Wechsel des Untergrundes hast, werden die Gelenke nicht negativ beeinflusst. Wenn du viel auf Asphalt und anderen harten Böden unterwegs bist, kann etwas Dämpfung nicht schaden. Die Schuhe von Xero Shoes z. B. haben eine Innensohle, die etwas mehr Dämpfung bietet.

Zuallererst: was heißt „gesund“? Wenn wir an dieser Stelle „gesunde Füße“ so definieren, dass sie ihre ursprüngliche V-Form und Beweglichkeit zurückerlangen, dann muss ich dich leider enttäuschen. Allein durch das Tragen von Barfußschuhen werden die Füße nicht „gesund“. Fehlstellungen, die durch eine schwach ausgeprägte Muskulatur (z.B. durch wenig Barfußlaufen, falsches Schuhwerk…) verursacht werden, können sich verbessern. Je nach Ausprägung verschwinden diese jedoch nicht gänzlich. Übungen, die die Beweglichkeit und Muskulatur der Füße steigern, sind dabei sehr hilfreich. Anatomisch bedingte Fehlstellungen bedürfen immer ärztlicher Begleitung und Behandlung.

Wenn du orthopädische Einlagen tragen musst, kannst du ausprobieren, ob das mit Barfußschuhen klappt und sich angenehm anfühlt. Bitte halte mit deinem Arzt Rücksprache, wenn du dir unsicher bist oder Schmerzen hast.


Erst, wenn Dein Kind ca. 6 Wochen frei läuft, sollte es die ersten richtigen Schuhe erhalten. Dies gilt auch für Barfußschuhe.  Bei zu frühem Tragen von Schuhen können sich die Füße und der Gang nicht richtig entwickeln. Zudem verändern sich die Füße noch stark in dieser Zeit.  

Mythen und Irrtümer

Wenn du möchtest, kannst du deine Barfußschuhe ohne Socken tragen. Es ist jedoch kein „Muss“. Barfußschuhe heißen so, weil sie dem Gefühl, barfuß zu gehen, sehr nah kommen. Außerdem hat der Fuß genügend Platz für die natürliche Bewegung. Eben fast wie barfuß.

Der Sinn von Barfußschuhen ist der, dass der Fuß möglichst viel Bodenkontakt hat und in seiner Bewegung nicht eingeschränkt wird. Der Fuß soll seiner natürlichen Bewegung nachgehen und die Muskeln entsprechend arbeiten. Mit einem stützenden Fußbett ist das nicht möglich. Und da beim Barfußlaufen die Muskulatur trainiert wird, entstehen auch keine – durch schwache Muskeln bedingt – Plattfüße.

Nicht der Fuß muss im Schuh halten, sondern der Schuh muss am Fuß halten! Barfußschuhe sollten die richtige Größe haben und zur Fußform passen, damit man nicht mit den Zehen krallen muss, um die Schuhe festzuhalten. Den „Halt“, den der Fuß beim Gehen braucht, bekommt er durch die Muskulatur in den Füßen. Wenn du Fragen zur Größe oder Passform hast, kannst du dich gerne jederzeit bei uns melden!

Zum Glück nicht! Wir haben für euch tolle Barfußschuhe ausgesucht, denen man das gar nicht ansieht! Von chic bis sportlich haben wir jede Menge Barfußschuhe im Angebot, die zu jedem Outfit und jeder Lebenslage passen.

Wenn Kinder laufen lernen, sind die entsprechenden Muskeln noch nicht ausgebildet – sie lernen es ja erst noch. Ein stützender Schuh ist hier kontraproduktiv – er schränkt die natürliche Bewegung und damit die Muskelaktivität der Füße ein. Und damit den Muskelaufbau.